Grandioser Tourabschluss in Hamburg: HELLOWEEN / Pumpkins United

Text & Bilder: Alexander Stock

DAS BESTE KOMMT ZUM SCHLUSS!!! So oder so ähnlich kann man das Gefühl von vielen der Besucher der ausverkauften Hamburger Sporthalle an diesem Sonnabend vor Weihnachten beschreiben. Dieser Satz ist natürlich subjektiv, es waren in den vergangenen zwölf Monate mehrere wirklich  gute Konzerte in der Hansestadt, dieses von Helloween / Pumpkins United war – ohne Wenn und Aber – herausragend. Zum einen von der Stimmung in der proppenvollen Sporthalle (zirka 7000 Besucher), zum anderen, weil die Kürbisköppe beim  Abschluss-Konzert ihrer Reunion Tour endlich ihre Heimatstadt Hamburg beehrten. Und dass die Fans auch in der heimatlichen Hansestadt sich nach Helloween United sehnten, war ab Schlag 20 Uhr mehr als deutlich zu hören. Nachdem das Intro „Let Me Entertain You“ von Robbie Williams endete und die ersten Töne vom Opener „Halloween“ zu hören und danach auch die Band zu sehen war, gab es kein Halten mehr, es wurde gesungen, gejubelt und geklatscht. In den folgenden 2:45 Stunden kamen sowohl „Die-Hard“Fans (welche mit Michael Kiske den einzig wahren Sänger sehen), als auch die Fans der letzten 25 Jahre komplett auf ihre Kosten, sowohl die Kiske-Klassiker vom Schlage „Dr. Stein“, „I’m Alive“, „March of Time“ oder „Eagle Fly Free“ als auch die Derris-Songs „If I Could Fly“, „Are You Metal?“, „Perfect Gentleman“ oder „Waiting for the Thunder“ wurde frenetisch abgefeiert. Was extrem positiv an diesem Abend auffiel, keiner der Akteure schob sich in den Vordergrund, Helloween ist eine Einheit aus nun sieben Künstlern, Michael Kiske huldigte sogar Andi Derris mit den Worten „Andi, der die Fahne in den letzten 25 Jahren in der Hand trug“. Weitere Highlights waren die Songs vom Erstlingswerk „Walls Of Jericho“, interpretiert von Kai Hansen und – natürlich – die Klassiker „Keeper Of The Seven Keys“,  „Future World“ und „I Want Out“ zum Abschluss des Abends. Den Gänsehaut-Moment blieb  aber einem anderen Mitglied vorbehalten, dem viel zu früh verstorbenen Drummer Ingo Schwichtenberg (schied 1993 aus der Band und 1995 aus dem Leben). Der aktuelle Drummer Daniel „Dani“ Loeble und besagter Schwichtenberg zelebrierten minutenlang ein Drum-Battle der Extraklasse, welches sowohl den vielen weiblichen Fans als auch den hartgesottenen Metallern Tränen in die Augen trieb, ein ganz großer Akt des Respektes! Und so verließen viele Fans den Abend voller Genugtuung und der Hoffnung, diese sieben Musiker sehr bald und mit neuem Material unterm Arm  wieder zu sehen!