Rock meets Classic – Jubiläumstour 2019 mit den Helden der Rockmusik

Rock meets Classic Jubiläumstour startet am 27.02
Dirigent Bernhard Wünsch spricht über seine musikalischen Götter und verrät, worauf er sich bei der Tour am meisten freut

Würzburg, 21.02.2019 – Bernhard Wünsch (54) ist der langjährige Dirigent des Rock meets Classic Symphony Orchestras. Im Interview gibt er Ein- und Ausblicke auf die 10-jährige Jubiläumstour, die kommende Woche am 27. Februar in Passau beginnt und am 17. März in Bochum endet.

RmC: Welche persönliche Verbindung hatten Sie vor RmC zur Rockmusik?
Bernhard Wünsch: Meine Geschwister haben immer Pop- und Rockmusik gehört. Da war es unumgänglich, den einen oder anderen Song mitzubekommen.

RmC: Wo liegen die großen Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede zwischen Rock und Klassik?
B.W.: Leonard Bernstein hat mal gesagt, unter den größten Liedkomponisten nach Schubert wären die Beatles. Das sagt viel, eigentlich kann man wenn überhaupt Rockmusik nur mit Lied vergleichen, akademisch formuliert mit Strophenliedern (im Rock ist Strophe = Vers). In der Klassik hat man es mit wesentlich differenzierterer Komposition zu tun, mit Vielstimmigkeit und je nach Epoche, immer komplexerem Aufbau eines Werkes. Diese Komplexität trifft man im Rock nicht – die Rock-Stücke basieren fast immer auf leichter Verständlichkeit der Musik. Gemeinsam ist aus meiner Sicht aber folgendes: Eine geniale Melodie bzw. ein geniales musikalisches Motiv ist eine genialer Einfall – meistens einfach, aber eben genial, da spielt das Genre keine Rolle.

RmC: Welche klassischen Komponisten mögen Sie am meisten – und haben Sie auch eine Rock Lieblingsband?
B.W.: Meine klassischen “Götter” sind Mozart (für mich das Herz der Musik), Bach (für mich der “Kopf”) und Gustav Mahler, sowie Richard Strauss (beide haben eine unfassbar große Seele in ihrer Musik, der eine dunkler, das andere leuchtender). Eine Lieblingsrockband habe ich nicht, für die genialsten halte ich Queen und Pink Floyd. Diese beiden haben aus meiner Sicht die differenzierteste Ausarbeitung der musikalischen Ideen – und diese Ideen sind selten “Rock-Standard”.

RmC: Wie entwickeln bzw. arrangieren Mat Sinner, der musikalische Leiter von RmC und Sie die Welthits des Rock, so dass sie am Ende zur Klangfarbe von RmC und dem Orchester passen?
B.W.: Es gibt wie immer beim Arrangieren ein paar Regeln. So banal das klingt. Der Einsatz von Streichern, Blechbläsern, Holz und Schlagzeug im Einzelnen, sowie das Tutti (alle zusammen), werden nach dem Aufbau der Songs “kalkuliert”. Dabei gilt ein Grundsatz des Arrangierens: Es ist wie ein Theaterstück, Personen kommen auf die Bühne und gehen auch wieder, und im Finale sind alle Beteiligten da. Wenn immer alle gleichzeitig spielen, wird´s nix (lach)

RmC: Wie finden Sie die Musiker für das RmC Symphony Orchestra und was müssen diese für das Format RmC mitbringen?
B.W.: Über Jahre kann man sich ein weites Netzwerk von Musikern aufbauen, aus welchem dann die Musiker dieses Orchesters kommen. Sie brauchen die Qualitäten eines guten Orchestermusikers, also Können, Technik, Disziplin und Freude am Spiel. Daneben ist Verständnis und Offenheit für Genres jenseits der Klassik erforderlich sowie Teamgeist (sehr wichtig gerade für eine Tour!!!).

RmC: Welche Songs waren bislang am schwierigsten umzusetzen?
B.W.: Uff – gar nicht so leicht zu beantworten, denn letztlich findet man immer einen guten Weg. Die Manfred Mann´s Earth Band Songs 2013 waren nicht so schnell zugänglich. Und witziger Weise brauchte ich ein paar Anläufe, um 2015 die Songs Rick Parfitt von Status Quo zu orchestrieren.

RmC: 10 Jahre Rock meets Classic – was waren Ihre persönlichen musikalischen Highlights?
B.W.: Klingt vielleicht komisch, aber “July Morning” von Uriah Heep im Jahr 2015. Ein Stück von für Rockmusik epischer Dauer, sehr großer dynamischer Breite und offen für viele Farben im Orchester – wie ein langsamer Satz einer Symphonie.

RmC: Und worauf freuen Sie sich 2019 am meisten?
B.W.: Oha – hoffentlich ist jetzt keiner eingeschnappt – auf “mein” Orchester!

Das Interview führte Markus Müller (m2 mediaconsulting), der Medienbeauftragte von Rock meets Classic

Rock meets Classic – Jubiläumstour 2019
mit den Helden der Rockmusik
Ian Gillan (Deep Purple)
Kevin Cronin (REO Speedwagon)
Mike Reno (Loverboy)
Scott Gorham & Ricky Warwick (THIN LIZZY)
Andy Scott & Pete Lincoln (THE SWEET)

and The Mat Sinner Band with the RMC Symphony Orchestra
with Special Guest: Anna Maria Kaufmann

ROCK MEETS CLASSIC Jubiläumstour 2019
27.02.2019 Passau Dreiländerhalle
01.03.2019 München Olympiahalle
02.03.2019 Nürnberg Arena
03.03.2019 Frankfurt Jahrhunderthalle
06.03.2019 Zürich (CH) Hallenstadion
07.03.2019 Bamberg Brose Arena
08.03.2019 Regensburg Donau-Arena
09.03.2019 Ingolstadt Saturn-Arena
10.03.2019 Berlin Tempodrom
12.03.2019 Kempten bigBox
14.03.2019 Neu-Ulm ratiopharm arena
15.03.2019 Würzburg S.Oliver-Arena
16.03.2019 Ludwigsburg MHP Arena
17.03.2019 Bochum RuhrCongress