Iron Maiden, Hamburg Barclaycard Arena

Iron Maiden
Hamburg, Barclaycard Arena

Für ihren letzten Deutschland-Auftritt der aktuellen „Book Of Soul Tour“ gastierten die „Eisernen Jungfrauen“ am 02. Mai 2017 in der Hamburger Barclay Card Arena. Und da Iron Maiden nicht irgendeine Metal-Gruppe aus England ist, sondern lebende Legenden,  war die Halle dann auch komplett gefüllt. Nachdem die US-Amerikaner von  Shinedown die Zuschauer mehr als gut in Stimmung gebracht hatten war es kurz vor 21 Uhr endlich soweit, „Doctor Doctor“ von der Michael Schenker Group, die „Einlaufmusik“ von Maiden, erklang, es wurde dunkel. Zu „If Eternity Should Fail“ vom aktuellen Album enterten die Mannen um Sänger Bruce Dickinson die große Bühne. In den folgenden gut 120 Minuten gab es dann das „Rundumsorglospaket“ mit allen Inhalten einer Iron Maiden Show, inklusive aufblasbaren und überdimensional laufenden Bandmaskottchen Eddie. Immer wieder bemerkenswert ist die Präsenz aller Musiker, allen voran Bruce Dickinson, aber auch Gitarrist Janick Gers ließ sein Instrument immer wieder über seinen Körper wandern, zeigte dabei mit kleinen akrobatischen Übungen (legte sein linkes Bein mehrfach im 90° Winkel auf einer der zahlreichen Boxen), wie fit er ist. Bei der Setlist gab es keine großen Überraschungen, hier wechselten sich Songs vom aktuellen Album („Speed Of Light“, „The Red And The Black“ oder „The Book of Souls“) mit Klassikern („Powerslave“, „Children of the Damned“ oder „The Trooper“) ab. Extraklasse dann der Zugaben-Block mit „The Number Of The Beast“, „Blood Brothers“ und „Wasted Years“, wo die Stimmung fast überschwappte. Leider konnte der Sound den hohen Ansprüchen nicht ganz genügen, dieser kam extrem laut, aber leider auch leicht breiig aus den vielen Boxen, aber daran habe sich die Fans gewöhnt, so richtig gestört hatte es an diesem Abend niemanden! In diesem Sinne „Scream for me, Hamburg“ …

Text & Fotos: Alexander Stock