Eyevory – Inphantasia

Eyevory
Inphantasia
2016 Artist Station Records

Auch wenn das Album der Bremer Folkrocker Eyevory schon einige Wochen im Handel ist, wollen wir dieses Album nicht unerwähnt lassen. Das Quartett um die Sängerinnen Jana Frank (spielt zum Gesang auch den Bass) und Kaja Fischer (zusätzlich an der Flöte und den Keyboards), David Merz an der Gitarre(dazu Keyboards und Triggerpedals) und dem Schlagzeuger Arne Suter bringen bzw. brachen im Herbst 2016 mit „Inphantasia“ ein Konzeptalbum an die Startlinie, das man als würdigen Nachfolger des Erstlingswerkes Euphobia bezeichnen darf. Der Stil der Hanseaten lässt sich als leicht Progressiven Folk-Rock, wobei ein sehr prägnantes Merkmal der Einsatz von zwei Lead-Sängerinnen und einer Querflöte ist. Fans von epischen Songs werden hier auf ihr Kosten kommen, gleich nach dem ruhigen Prologue geht es mit dem knapp acht Minuten langem „La Cage“ los, andere Songs mit epischer Länge sind „The Star“ (knapp sieben Minuten, ruhig bis auf den Schluss), „Tartarus“ (über neun Minuten, Midtempo), „Elysium“ (über acht Minuten) und „Mundalis“ (knapp neun Minuten, keltisch, Highlight des Albums mit tollem Break zur Mitte des Songs). Weitere Anspieltipps sind das poppige „Pictures“, das rockige „Human“ und das ebenfalls rockige „The Perfect Empire“. Beendet wird der Silberling mit der Ballade „Hope“. Mich erinnert Eyevory an die Holländer von The Gathering, zumindest was das stimmliche angeht. Ein wenig negativ fällt auf, dass sich die einzelnen Songs – gerade in der ersten Hälfte des Albums – doch sehr Ähnlich anhören, signifikante Unterschiede sind nicht zu hören. Alles in allem ein rundes, sehr harmonischen Album, welches an der ein oder anderen Stelle ein wenig metallischer klingen darf. Live zu bewundern sind Eyevory in diesem Jahr noch bei der „Night Of The Progs“ (15.07.17), beim „Gut Sandbeck Open Air“ (04.08.2017), am 07.10.2017 in Peine, am 17.11.2017 in Mühlheim an der Ruhr (beides „Inphantasia Tour“) und abschließend am 18.11.2017 in Duisburg (Supporting „Nextlevel“)

(AS – 6,5/10)