Vanish – The Insanity Abstract Review

Vanish
„The Insanity Abstract“
Fastball/Soulfood

Nun, Vanish werden vermutlich viele meiner Lesern hier nicht auf dem Schirm haben. Noch nicht! Damit den Jungs nicht das Gleiche passiert wie den Herren Rembrandt, Monet, Van Gogh oder Pollock, deren gemeinsames Schicksal es war erst posthum erfolgreich zu werden, möchte ich euch hier nun meinen Senf (Schwabenstolz!) zu dieser CD aufs Würstchen streichen! Es wäre zwar für deren Nachkommen ein Seegen, irgendwann schwerreich zu werden. Jedoch auch Schade für die eigentlichen Protagonisten, ihren verdienten Ruhm nicht erleben und ausleben zu dürfen. Anhand dieser Formulierung dürfte spätestens jedem Toastbrot klar sein, dass es hier etwas zu feiern gibt! Mit ihrem inzwischen dritten Album liefern die 5 Mannen schlichtweg ein Meisterwerk ab! Musikalisch treibt sich die Band irgendwo im Bereich von Powermetal meets Prog herum. So ganz genau einzugrenzen ist dies nicht, und das ist auch gut so! Wenn man muss, dann kann man Parallelen zu Evergrey suchen und finden. Auch zu Kamelot, deren symphonische Art Refrains aufzubauen hier präsent ist. Jedoch hat Vanish wirklich einen sehr eigenständigen Charakter. Wer ein vielschichtiges, aufregendes und intensives Erlebnis haben möchte muss sich diese Scheibe kaufen! Elf Granaten werfen uns die Jungs durch die Ohren ins Gebälk. Intros zähle ich wie immer nicht mit! Was genau macht nun die Klasse von dem Album aus? Es sind 3 Dinge. Vornan stellen muss ich natürlich den Gesang von Bastian Rose. Meiner bescheidenen Meinung nach einer der genialste und besten Sänger im Metal überhaupt. Er bewegt sich innerhalb einer Range die jenseits von Gut und Böse ist! Und dies mit einer unfassbar stabilen Stimme. Nicht ein Gramm Unsicherheit zu hören! Er vermag mit seiner Art die anspruchsvollen Texte so zu singen als würde er gerade dafür sterben! Da ist nichts lapidar oder einfach nur mal so mutwillig eingesungen! Perfekt! Der zweite Aspekt ist, dass musikalisch wirklich grosses Kino gespielt wird. Harte Gitarrenriffs treffen auf groovende Beats um dann in ruhige Pianoparts zu wechseln. Und dies passiert in stetem Wechsel. Egal ob es sich um die Drums, Riffs, Keyboards oder Gitarrensolis handelt, man hört einfach nur Spitzenqualität. Die Songs sind ab und an sperrig, verlieren aber sich aber niemals im Wirrwarr. Der Song We Become What We Are ist eine der genialsten Nummern die ich je aus diesem Genre gehört habe! Den Song habe ich inzwischen zum 667ten Male durch! Der dritte Aspekt schliesslich ist, dass Philipp Schönle eine wirklich ausgezeichnete Produktion auf die Songs gepresst hat. Man hat einfach durchweg ein wundervolles Hörerlebnis. Ach, ein viertes positives Ding fällt mir noch ein! Endlich hat mal wieder eine Band sich bemüht ein aufwendiges und cooles Booklet machen zu lassen! Hier kann man sich während der Songs noch etwas optisch beschäftigen! Resümee: Kompakt, Homogen, Genial, Amazing, Kaufen Pflicht! Wer das Teil nicht kauft ist wirklich nicht zu retten und wird eines Nachts im Schlafe von Dieter Bohlen heimgesucht!

 

(10/10-MV)