Metal Hammer Paradise – Festivalbericht

Metal Hammer Paradise – Weissenhäuser Strand
13.11. – 14.11.2015

METAL HAMMER PARADISE

mh_Helloween1Drei Mal ist eigentlich Bremer Recht, egal dachten sich die Macher des Metal Hammer Paradises. Zum dritten Mal trafen sich die Metalheads zum Indoor-Festival am Weissenhäuser Ostsee-Strand, zum ersten Mal war der Banner „Sold Out“ gehisst worden, und womit? Mit Recht! Es wurde richtig viel geboten, 3 Locations, dazu Lesungen, Autogrammstunden, für das leibliche Wohl wurde an diversen Stellen gesorgt, dazu Billard, Kegeln und …. Musik, Musik, Musik. Alle Stil-Richtungen wurden bedient, den Anfang machten am Freitagnachmittag die doomigen Stoner Rocker Truckfighters aus Schweden auf der großen Bühne der Maximum Metal Stage.

Die bekanntesten Bands spielen an diesem Freitag alle im Zelt, es folgten kurz nach 19 Uhr die Funrocker von JBO und bespaßten die Fans dann gute 75 Minuten lang. Einen Pflichttermin hatten wir dann um 20:45 Uhr im Baltik Ballroom, der zweitgrößten Location, angesagt hatten sich die Dark-Metaller von Moonspell. Die Portugiesen um den charismatischen Sänger Fernando Ribeiro begannen furios mit dem ersten Track ihres aktuellen Erfolgsalbums „Extinct“ (wiederholt Platz 1 der portugiesischen Album Charts), „Breathe“. Es folgte dann eine Reise durch die Karriere, unter anderem wurden die Songs „Night Eternal“, „The Last of Us“, „Nocturna“ oder „Vampiria“ gespielt. Zwischendurch das absolute Highlight vom neuen Silberling: „Medusalem, was von allen im Raum gefeiert wurde. Wie auch die letzten Songs mit „Alma Mater“, „Ataegina“ und „Full Moon Madness“ vom `96er Album Irreligious. Nahezu zeitgleich waren die Mittelalter-Rocker von Subway To Sally im großen Zelt aktiv und begeisterten ihre Anhänger. Beendet haben den ersten Tag die schwedischen Prog-Metaller von Opeth.

Weitere Band an diesem Tag 1 waren The Haunted, At The Gates, The Vision Bleak, Dagoba und The German Panzer.

mh_Helloween3Der Sonnabend wurde dann zur Mittagszeit von der schwedischen Band Imperial State Electric auf der Maximum Stage vor noch nicht allzu großer Kulisse eröffnet. Weitere Band‘s im Zelt waren die Schweden Graveyard, die brasilianischen Superstars von Sepultura, der kanadische Dampfhammer Danko Jones, und dann natürlich die deutschen Vorzeige Metaller und Urgesteine Helloween.

Gegen 21:15 Uhr erklommen Andi Derris, Markus Großkopf & Co die große Bühne im Zelt und legten dann mal gleich mit „Eagle Fly Free“ mächtig los. Andere Bands bewahren sich ihre größten Hits bis kurz vor Ende auf, nicht so die Norddeutschen, gleich auf Platz zwei wurde der Megaseller „Dr. Stein“ angeschossen, Stimmung war also gleich von Anfang an in der proppenvollen Bude. Es wurden danach Songs aus jeder Dekade der Band gespielt, aktuelles wie „My God-Given Right“ oder „Lost In Amerika“, etwas älteres wie „Waiting For The Thunder“, „Straight Out of Hell“ oder „If I Could Fly“, oder einen tiefen Griff in die Mottenkiste mit „Power“ oder dem Medley „Halloween / Sole Survivor / I Can / Are You Metal? / Keeper of the Seven Keys“. Die Band zeigte sich extrem spielfreudig, Mr. Derris war super gelaunt, alles tutti bene! Auch die Zugabe hatten es noch mal in sich: „Future World“ und „I Want Out“ von den beiden Keeper Alben … die durften dann aber auch nicht im Set fehlen.

Abgeschlossen wurde danach das Zelt von den US-amerikanische Heavy-Metallern Black Label Society. Die Band um den ehemaligen Ozzy Osbourne Gitarrero Zakk Wylde hauten noch mal richtig einen Schlag rein, US-Metal vom feinsten mit Pose, und Gesten, wie es kaum jemand besser beherrscht als Mr. Wylde … Der Hüne steht in vorderster Fron, spielt Gitarre meist vor dem Körper, manchmal aber auch hinterm Kopf, und schießt einen Song nach dem anderen ins Rund, „The Beginning… At Last“, „Suicide Messiah“, „Damn the Flood“ und „Angel of Mercy“ lassen keine Wünsche offen. Abgeschlossen wurde dieses Ereignis mit „The Blessed Hellride“, „Concrete Jungle“ und „Stillborn“.

mh_Moonspell2Auch aktiv an diesem zweiten Tag waren die folgenden Bands: Die belgischen Trasher von Bliksem, der griechischer Heavy-Metal-Gitarris Kostas Karamitroudis alias Gus G., die deutschen Trasher von Tankard und Destruction, dazu Rage, die Death Metaller von Entombed A. D. , Bonesetter und Lanfear aus Deutschland, die schwedischen Powermetaller Civil War, Kissin’ Dynamite und last but not least die Schweden von Bullet. So macht Metal Spaß, auch bei ungünstigen Wetterbedingungen, alle wurden hier 2 Tage lang vom feinsten gespaßt und freuen sich auf die vierte Ausgabe, dann vom 11.11 – 12.11.2016.

Bericht und Bilder: Alexander Stock