Interview mit Xandria

Wir haben keinen Druck, eher positiven Stress“
Text: Alexander Stock
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xandria_band3_200dpiXandria – eine Symphonic Metal Band, gegründet in Bielefeld 1994, zwischen 1997 und 2000 aufgelöst, um dann ab 2000 mit der Sängerin Lisa Middelhauve neu durchzustarten. Acht Jahre war Lisa dann die Frontfrau, ehe Manuela Kraller 2010 das Mirko übernommen hatte, um dieses dann 2013 an die Niederländerin Dianne van Giersbergen zu übergeben. Die weiteren Musiker sind Gründungsmitglied Marco Heubaum (Gitarre), Bassist Steven Wussow (seit 2013), Gitarrist Philip Restemeier (seit 2001) und Drummer Gerit Lamm (seit 2000). Seit 2004 brachte das Quintett jedes Album in die deutschen Top-50 der Albumcharts. Nachdem sie im Herbst 2015 als Support der Gruppe Powerwolf die Hallen rockten, kommen sie im Winter 2016 als eine der Headliner mit der „Symphonic Metal Night“ abermals in diverse Städte der Republik. In Hamburg konnten wir Bassist Steven Wussow einige Fragen stellen, bevor er dann auf die Bühne musste …
Hardline: Hi Steven, so schnell sieht man sich wieder! Wie lief die Tour mit Powerwolf letzten Herbst, erzählt mal ein wenig drüber …
Steven Wussow: Das war was den Support angeht die beste Tour für uns. Die Jungs von Powerwolf sind sowas von nette Jungs, wir haben uns den Bus, etc. geteilt, es war eher so eine Art Klassenfahrt! Zudem wurden wir ja auch vom Publikum richtig toll empfangen, teilweise wurden wir mit Sprechchören gefeiert, was soll man da noch zu sagen (lacht).
HL: Und nun als Headliner unterwegs, wie groß sind die Unterschiede und wie lange seid ihr noch „on the road“?
SW: Also, als Erstes sind wir als Co-Headliner unterwegs, der andere Headliner sind die Jungs und das Mädel von Serenity … aber um deine Frage zu beantworten: Das Schöne an so einer Konstellation ist, dass man ein wenig mehr Zeit hat, den Fans seine Stücke zu präsentieren, sowohl Serenity als auch wir stehen ungefähr 75 Minuten pro Show auf der Bühne. Die „Symphonic Metal Nights”-Tour geht noch bis Ende Februar.
HL: Im Jahre 2014 erschien euer sehr erfolgreiches Album „Sacrificium“, welches auf Platz 25 in den deutschen Albumcharts einstieg. Wie weit seid ihr denn aktuell mit den Arbeiten am Nachfolger und verspürt ihr – durch diesen Erfolg – eine gewisse Erwartungshaltung, einen gewissen Druck an das neue Album?
SW: Wir arbeiten gerade am neuen Album, welches dann nächstes Jahr heraus kommen soll. Zwischendurch haben wir ja im Herbst noch unsere EP „Fire & Ashes“ herausgebracht, was die Zeit für die Fans ja dann doch ein wenig verkürzt. Klar haben wir den Anspruch, noch ein mal eins drauf zu legen, verspüren da aber keinen Druck, ich würde es eher als positiven Stress bezeichnen.
HL: Wer ist bei euch für was zuständig, Lyrics & Musik?
SW: Die musikalischen Grundgerüste bastelt Marko. Dieser nimmt das Ganze nach Beendigung dann mit ins Studio und bearbeitet dieses dann mit Dianne, Lyrics kommen ebenfalls von Dianne und  Marco, wir sind in der guten Situation, zwei richtig gute Texter zu haben. Gerrit, Phillip und ich kommen da erst in zweiter Instanz dazu.
HL: Tobias Sammet ist mit seiner Truppe Avantasia beim deutschen Vorentscheid des ESC am Start, wie schätzt du seine Chancen ein und wäre das – wenn ihr gefragt werden würden – auch eine Option für euch, würdet ihr auch dort teilnehmen?
SW: Zuerst einmal finde ich es super, dass Tobi daran teilnimmt, der Song ist klasse, das Album ist der Hammer, für mich jetzt schon Album des Jahres. Zu seinen Chancen: Wenn er es schafft, seine Fans zu mobilisieren, dann hat er gute Chancen, das Ding zu gewinnen, sowohl in Deutschland als auch dann beim Finale. Bei uns fehlt da die Infrastruktur, welche bei Tobi vorhanden ist, aber wenn man uns fragen würde, warum nicht …
HL: Dann danken wir sehr für die investierte Zeit, viel Spaß und Erfolg dann gleich auf der Bühne!
SW: Vielen Dank auch ans Hardline für Euren Support, Gruß an eure Leser.