Interview mit Serenity

SerenitySerenity – gegründet 2001, eine aus Tirol stammende Symphonic Metal-Gruppe um Schlagzeuger und Gründungsmitglied Andreas Schipflinger. Weitere aktuelle Mitglieder sind der Sänger Georg Neuhauser (seit 2004), der Bassist Fabio D’Amore (seit 2010) und der Gitarrist Christian Hermsdörfer (seit 2015). Seit Ende 2007 sind sie bei Napalm Records unter Vertrag und haben vor einigen Tagen das neue Album „Codex Atlanticus“ herausgebracht. Besonders live sind die Alpenländler äußerst aktiv, waren Serenity im Jahre 2015 noch mit Gruppen wie Stratovarius oder Delain als Support unterwegs, sind sie im Februar auf Co-Headliner-Tour mit  Xandria in den deutschen Hallen zu Gast. Wir von Hardline hatten in Hamburg die Möglichkeit, Christian Hermsdörfer einige Fragen zukommen zu lassen und setzten uns mit ihm nach der Show gemütlich und trocken im Nightliner zusammen …
Hardline: Christian, erst einmal vielen Dank für die Zeit so kurz nach der Show! Ihr seid seit 2001 am Start, nach diversen Umbesetzungen – aus den verschiedensten Gründen – steht das aktuelle Line-up denn nun für Kontinuität?
Christian Hermsdörfer: So soll es sein (lacht), wobei ich da noch nicht so viel zu sagen kann, da ich das jüngste Mitglied bei Serenity bin. Die Stimmung innerhalb der Band ist hervorragend, also aktuell ist wirklich kein Grund, dieses Line-up zu ändern.
HL: Wie würdet ihr euren Stil bezeichnen, ich tue mich schwer, dieses als Symphonic Metal zu bezeichnen, eher Power Metal ….
CH: Ich würde uns schon im Symphonic Metal-Bereich sehen, aber klar, auch in Verbindung mit Power Metal. Aufgrund des neuen Albums, welches sich mit dem Schaffen von Da Vinci beschäftigt hat, hat unser neuer Mastermind uns zudem auch ein wenig keltische Klänge zukommen lassen.
HL: Wer sind eure Vorbilder, durch wen seid ihr beeinflusst worden, direkt oder indirekt?
CH: Die Band hat sich in den frühen Jahren an die Prog-Helden der damaligen Zeit orientiert, ganz weit vorne war die Band Kamelot. Meine Einflüsse sind da eher Dream Theater oder Steve Vai, um einige zu nennen.
HL: Wie lange haben die Aufnahmen zu „Codex Atlanticus“ gedauert und worum geht es thematisch beim neuen Silberling?
CH: Wir haben uns ein wenig Zeit gelassen, Ende 2014 haben wir dann das Thema „Da Vinci“ konkretisiert, mussten uns dann ein wenig einlesen und recherchieren, denn, auch wenn unser Sänger Doktor der Geschichte ist, weiß man über den Herrn ja auch nicht alles. Das Tagebuch von ihm ist dann auch gleichzeitig Titel des Albums geworden.
HL: Das Album ist jetzt erst wenige Tage auf dem Markt, habt ihr euch schon Reviews durchgelesen und wie zufrieden seid ihr?
CH: Wir sind, was die bereits gelesenen Reviews angeht, sehr erfreut, wie gut das Album angekommen ist. Zwei Magazine haben das Album mittelmäßig bewertet, aber da haben Leute die Reviews geschrieben, die im Normalfall andere Musikgenre bewerten. Redakteure, die sich mit Power Metal beschäftigen, haben das Album durchweg gut bewertet. Was aber nicht heißen soll, das wir nicht kritikfähig sind, können es aber nicht jedem Recht machen …
HL: Ihr seid jetzt mit Xandria auf Tour, danach – so habe ich gelesen – tourt ihr unter anderem noch mit Powerwolf, wie lange seit ihr denn mit dem neuen Material unterwegs? Anhängend die Frage: Arbeitet ihr aktuell – auch wenn das neue Album erst wenige Tage auf dem Markt ist – bereits an neuem Material?
CH: Zur Zeit sind wir – wie du es gesagt hattest – auf Co-Headliner-Tour mit Xandria, dieses bis Ende Februar, danach sind wir als Support bis Mitte April bei Powerwolf, dann bis Ende April  bei Kamelot am Start. Geschrieben oder komponiert haben wir für das neue Album noch nichts, das Ganze startet dann im Sommer, wenn wir ein wenig Luft haben.
HL: Tobias Sammets Avantasia starten beim deutschen Vorentscheid zum ESC, könnt ihr das euch das für euch in eurer Heimat auch vorstellen?
CH: In Österreich ist der Musikmarkt ein anderer! In Deutschland ist das durchaus möglich, dass sich der Song sehr weit oben platzieren würde, in unserem Land eher nicht. Mitmachen würden wir in jedem Fall, die Songs dafür hätten wir auf jedem Album, aber wie geschildert, Österreich ist da musikalisch anders aufgestellt, zudem ist unser Album für diesen Wettbewerb eine Idee zu spät herausgekommen.
HL: Danke für die investierte Zeit, die letzten Worte sind eure …
CH: Wir hoffen, dass ihr viel Spaß mit dem Album habt, schaut auf unsere Website http://www.serenity-band.com und schaut bei Facebook bei uns vorbei, um alles Aktuelle zu erfahren. Last but not least, kommt uns live besuchen, ihr werdet es nicht bereuen (lacht).
Text: Alexander Stock