Interview mit Jaded Star

Wir wollen gerne alles unter Kontrolle haben und behalten …
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Jaded Star, gegründet 2013, ist die neueste Band von der ehemalige Visions Of Atlantis-Sängerin Maxi Nil und Ex-Iced Earth-Schlagzeuger Raphael Saini, dazu gesellen sich Kosta Vreto (u.a. Horizon’s End) an der Gitarre und Babis Nikou (u.a. Astral DNA) am Bass. Stilistisch spielen sie zusammen Heavy/Powermetal, welcher durch die ausdrucksstarke Stimme von Maxi Nil schwer zu vergleiche ist. Im Sommer letztem Jahres brachte das Quartett ihr Debüt-Album heraus („Memories From The Future“, Sensory Records) welches durchweg beste Kritiken erntete. Nachdem sie bereits erfolgreich mit den Goth-Metallern von Moonspell unterwegs waren, touren sie aktuell mit Serenity und Xandria durch die Lande, das alles unter dem Namen Symphonic Metal Nights. Bei ihrem Gig in Hamburg konnten wir vom Hardline der Sängerin nach dem Auftritt einige Fragen stellen …
Hardline: Hallo Maxi, toll das du dir nach eurem fulminanten Auftritt noch Zeit für uns und unsere Leser nimmst!
Maxi Nil: Hallo Alexander, danke für dein Lob, schön dass dir unser Auftritt gefallen hat. Gerne nehme ich mir für euch Zeit, hab ja jetzt wieder ein wenig Luft um zu antworten (lacht)
HL: Zuerst einmal zur Historie der Band, wie und wo habt ihr euch denn kennen gelernt?
MN: Also der Mittelpunkt war und ist Athen. Rapha und ich kannten uns schon vorher, er hat uns damals bei einer Vision of Atlantis Tour unterstützt. Wir wurden zu dieser Zeit Freunde. Und die anderen beiden kenne ich auch schon seit Jahren, wir sind ja alles gebürtige Griechen.
HL: Habt Ihr musikalische Vorbilder?
MN: Für mich gesprochen war die Band, welche den meisten Einfluss auf mich hatte „The Gathering“ mit Anneke van Giersbergen am Mikro. Klar ist es ein etwas anderer Stil – Progressive Rock – hatte aber dennoch eine große Inspiration auf mich.
HL: Wie seit Ihr an den Deal mit Sensory Records gelangt?
MN: Das war nicht wirklich einfach, wir starteten mit Jaded Star ja wieder von vorne und ich wollte den für uns besten Kontrakt bekommen. Ich wollte kein großes Label haben welches die Band killen könnte, wie das bei jungen guten Bands vorkommt. Ich bevorzugte also beim Start ein kleines Label, damit wir selber unsere Ideen umsetzten können und nicht vorgeschrieben bekommen, was wir zu tun haben.
HL: Ihr seit jetzt auf Tour, wie lange noch, spielt ihr Sommerfestivals?
MN: Bis Ende Februar, danach haben wir einige Shows in Griechenland, dazu sind wir dann im Sommer auf einigen Festivals in Europa zu sehen.
HL: Bei vielen Bands ist die Devise, nach dem Album ist vor dem Album, arbeitet ihr schon an neuem Material?
MN: Aktuell arbeiten wir an neuen Songs, haben bereits viele Ideen, nehmen diese auf und treffen uns dann zum Ende des Jahres, um dieses dann final zu bearbeiten. Ein neues Album soll dann in 2017 auf den Markt kommen.
HL: In diesem Jahr nimmt die Metalband „Avantasia“ mit Tobias Sammet am Mikro beim deutschen Vorentscheid zum ESC teil, was in diesem Land schon sehr erstaunlich ist, da Hardrock oder Metal dort noch nie vertreten war. Wenn ihr gefragt werden würdet, würdet ihr in Griechenland auch antreten, oder ist dort das System ein anderes?
MN: Ich hab den Song noch nicht gehört, aber warum nicht? Auch wenn Metal nicht das „normale“ System ist kann es doch gut sein, Lordi habe es vor einigen Jahren vorgemacht. Ich drücke ihm in jedem Fall ganz fest die Daumen! Wir selber würden das in Griechenland wohl auch machen, aber nur mit einem Song, der mir selber gefällt. Ich würde mich für so einen Wettbewerb nicht verkaufen.
HL: Letzte Worte an unsere Leser ….
MN: Danke für eure Unterstützung, bleibt wie ihr seit, lasst euch nicht verbiegen.