Wooden Veins – „In Finitude“

Wooden Veins

„In Finitude“

The Vinyl Division

Der Kontinent Südamerika ist für diverse Dinge bekannt, für einiges sogar berüchtigt, dass aber von diesem Kontinent immer wieder gute Rock/Metal-Acts kommen, das steht außer Frage. Einer dieser Bands ist Wooden Veins, die in diesem Fall mal nicht in Brasilien beheimatet ist, sondern aus Chile stammen. Das Quartett um Sänger Javier Cerda (dazu bedient Juan Escobar sowohl Gitarre als auch Bass, Eduardo Poblete steht an den Keyboards und Alberto Atalah ist für die Drums zuständig) setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern bekannter Doom-Metal-Einheiten wie „Mourning Sun“ und „Mar de Grises“ zusammen und gründete sich im letzten Jahr. Nur ein Jahr später erblickt Anfang Juni das Debütalbum „In Finitude“ das Licht der Welt, acht Songs bei einer Spielzeit von fast 48 Minuten wollen die Fans weltweit erreichen und überzeugen. Stilistisch wird die Band Avant-garde Metal, Doom, Dark Rock von der Presse umschrieben, passen tut von diesen begriffen so richtig keiner. Eventuell Avant-Garde/Dark mit rockigen Abschnitten wäre passender, mit Metal hat das Ganze schon mal gar nichts zu tun. Es ist zum Teil zähe Kost, die einem die Chilenen in den meisten Fällen vorsetzten, exponentiell, teilweise melancholisch (wie auch das tolle Cover) singt und spielen sich die fünf Musiker durchs Album, teilweise horch der Rockfan auf, denn dann zeigen Wooden Veins, dass sie zurecht in den Bereich Rock gewähnt werden. Leider fehlt mal ein durchgängiger Dark Rock Song, wie es Moonspell, The Sisters Of Mercy und all die anderen üblichen Verdächtigen so hervorragend praktizieren. Zuzutrauen wäre es den Chilenen in jedem Fall, denn ein Song wie den Sisters-Klassiker „Dominion / Mother Russia“ haben sie in jedem Fall drauf, vielleicht ja beim Nachfolger. Sollte jemand vorher Probehören wollen, können „Mirages“, „Empty Arcs“ und das abschließende „In Finitude“ empfohlen werden.

(05/10 – AS)