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Open R Festival Uelzen 29.06.2025

Das Open R Festival ist ein Rock, Pop Festival, das vom 27.06.2025 bis 29.06.2025 in Uelzen stattfand. An den ersten beiden Tagen waren Acts wie Kaleo, Wanda, Deichkind oder Finch auf der Bühne und sorgen für gute Laune. Der letzte der drei Tage Open R stand dann unter dem Motto Rock, denn keine geringeren Künstler wie The Hooters, Fury in the Slaughterhouse und Superstar Bryan Adams gaben sich die Ehre. Den Tag musikalisch begonnen haben aber haben die Pop-Rocker von Fools Garden, die vor bereits extrem gut besuchten Rängen und Infield wirklich überzeugen konnten und final zusammen mit den bereits gut 10.000 Zuschauern am Ende gemeinsam „Lemon Tree“ zum Besten gaben.

Nach kurzer Umbaupause war es dann Zeit für die 80er-Rock-Helden von The Hooters, die innerhalb von 60 Minuten (von insgesamt75) ein Hit-Feuerwerk mit u.a. „Day By Day“, „500 Miles“, „Johnny B:“, „All You Zombies“, Kara Wit a K“, „Twenty-Five Hours a Day“ oder „Sattelite“ zündeten und die Zuschauer komplett überzeugten. So richtig in Ekstase gerieten die Zuschauer aber bei der letzten Zugabe, als die US-Amerikaner in Deutsch (!!!) den Neue Deutsche Welle Überhit „Major Tom (Völlig losgelöst) aus dem Käfig ließen.

Damit legte das Sextett um die Sänger Eric Bazilian und Rob Hyman die Euphorie-Latte schon einmal ordentlich nach oben, wobei ein Vergleich mit den dann folgenden Lokalmatadoren von Fury in the Slaughterhouse eher unpassend ist, zu verschieden sind die jeweiligen Stile. Aber auch das aus Hannover stammende Quintett um die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder konnte die mittlerweile komplett gefüllte Almased Arena (14.000 Zuschauer) komplett abholen und brillierte mit Songs wie „When I’m Dead and Gone“, „Radio Orchid“ oder „Won’t Forget These Days“. Ein Song durfte an diesem jedoch nicht fehlen, wurde als Zugabe gereicht und von tausenden Fans mitgesungen: „Time To Wonder“.

Fury in the Slaughterhouse

Und dann war es gegen 20:30 Uhr endlich so weit, Mr. Bryan Adams erklomm mit drei Mitstreitern die Bühne und spielte gleich an der zweiten und dritten Stelle seiner Setlist „Run To You“ und „Somebody“, wer hat, der kann. Im weiteren Verlauf wurde es bei zwei Song-Ankündigungen ein wenig ruhiger, zum einen ging es um die große Tina Turner („It’s Only Love“, „Tina war eine Freundin, die viel für mich, gerade in meinen jüngeren Jahren, getan hat und ihr Tod ist ein großer Verlust für die Musik), zum anderen vor dem Song „Shine a light“, den Bryan seinem Vater gewidmet hat, der vor 5 Jahren gestorben ist und noch immer jeden Tag von ihm vermisst wird. Gegen Ende wurde dann noch einmal laut, als die ersten Gitarren-Töne von „Summer Of 69“ erklangen, dem Song, der wohl als der größte und beste Live-Song von Bryan Guy Adams gehandelt wird, völlig zurecht nebenbei bemerkt. Mit „All For One“ schickt dann Mr. Adams allein mit seiner Gitarre spielend, die Zuschauer in die laue Sommernacht, well done!

Alles in allem ein grandioser Festivaltag, bei dem nur die Fotoregeln für Bryan Adams für Unverständnis sorgten und es daher so gut wie keine professionellen Fotos von dem Auftritt gibt. Hintergrund: Fotos nur beim ersten Lied, keine Nahaufnahmen, kein Andruck ohne Freigabe durchs Management, vollständige Abtretung des Urheberrechts. All diese Vorgaben durch das Management von Adams waren journalistisch nicht hinnehmbar, deswegen unterzeichnete so gut wie niemand diesen Foto-Vertrag. Am Rande sei erwähnt, dass Bryan Adams selbst leidenschaftlich fotografiert, er hat schon fünf Fotobände veröffentlicht, von daher ist diese Vorgehensweise schon … seltsam.

Text & Fotos: Alexander Stock