Thomas Godoj – „Stoff“

Thomas Godoj

„Stoff“

Sony Music/F.A.M.E. Recordings

Es ist das mittlerweile achte Studio-Album des ehemaligen DSD-Gewinners (2008) Thomas Godoj, hört auf den Namen „Stoff“, beinhaltet insgesamt elf neue Songs bei einer Gesamtspielzeit von über 43 Minuten. Soweit das recht nackte Zahlenwerk eines Albums, welches als das härteste des Ausnahmesängers bezeichnet werden kann. Wie immer finanzierte sich der Silberling über das im Hause Godoj beliebte „Crowdfunding“ (oder auch Schwarmfinanzierung oder Gruppenfinanzierung genannt), dieses Mal sammelten seine Fans innerhalb von acht (!) Minuten die erforderlichen 55.000 Euro für die Produktion des achten Soloalbums zusammen. Stilistisch geht Mr. Godoj den bereits auf dem Vorgänger „13 Pfeile“ eingeschlagenen, rockigen Weg gnadenlos weiter, in einigen Phase wird die E-Gitarre so permanent eingesetzt („Pulverfass“), dass sich einige Hardrock-Bands aus England sich wie zahme Kaninchen anhören. Das absolute Pfund auf dem Album ist aber wiederholt die starke Stimme des Sängers, was Godoj mit seiner Röhre aus jedem einzelnen Song herausholt ist im Prinzip einzigartig, dazu die intelligenten, teils poetisch mit tiefgründigen Aussagen (Themen u.a. Umweltzerstörung oder Rassismus) gespickten Texte, Deutschrockherz was willst du mehr? Anspiel-Tipps auf diesem grandiosen Album gibt es mehr als genug, der bereits erwähnte metallisch drückende Opener „Pulverfass“, die rockigen „Astronaut“ und „So Weit Kommen“, das mit einem hymnischen  Refrain ausgestattete „Lichtjahre“ oder das anfangs mit Akustik-Gitarre beginnende  (und dann ordentlich rockende, mit tollem Gitarren-Solo ausgestattete) „Alles Wird Gut“, stechen hier hervor! Fans toller, druckvoller Rockmusik mit deutschen Texten sollten hier unbedingt zuschlagen es lohnt sich!

(9/10 – AS)