Thorium – „Empires Of The Sun“

Thorium

„Empires Of The Sun“

Dutch Music Works

Ein wahrlich schickes Klappcoverartwork und ein griffiger Bandname bieten uns Thorium beim neuesten Album „Empires Of The Sun“! Bei dem Namen habe ich irgendwie eher Death oder Thrash Metal erwartet. Da kann auch daran liegen, dass es eine dänische Death Metal Truppe gleichen Namens gibt, die aber seit 2008 auch kein Album mehr gemacht haben und wahrscheinlich nicht mehr existieren, aber so sicher ist das Heutzutage ja auch nicht, wenn ich an diverse Comebacks nach 10,20 oder 30 Jahren im Rock und Metalbereich denken!  Das Quintett aus Belgien spielen aber lupenreinen Heavy Metal klassischer Bauart. Die Mitglieder stammen teilweise von der belgischen Veteranencombo Ostrogoth und haben mit dem niederländischen Sänger David Marcelis (Lord Volture, Black Knight) 2018 diese Combo aus der Taufe gehoben. Das 2018er Debüt „Thorium“ hatte zwar nur ein Logoartwork, aber war musikalisch auch schon recht gut. Im Jahre 2021 macht man da weiter und zockt melodischen Metal, der gut nach vorne prescht und Laune macht. Die Lieder sind im Rahmen von fünf Minuten Maximalzeit recht kompakt gehalten, lediglich der 13 Minuten Epos „1302 – The Golden Shadow schlägt ein wenig aus der Art, wird mit (akustisch) instrumentalen Klängen („1302 – The Minstrel Part 1 und 2“) sanft ein- und ausgeleitet. Inhaltlich wird hier sehr ausführlich die Geschichte Flanderns aufgearbeitet. „Empires Of The Sun“ ist eine kleine Mini-Metaloper mit verschiedenen Musikern, welche dann  in unterschiedlichen Rollen ihr Bestes geben. Als Gäste unterstützen unter anderem Arjen Lucassen von Ayreon und Evil Invaders, Sänger Joe van Audenhove. Inspiration bekamen Thorium hier von einem Buch, und sagt noch einer, Lesen lohnt sich nicht. Alles in allem eine recht gute Metalscheibe mit Luft nach oben!

(7,5 / 10 TD)