KISS LIVE am 13. Juni 2022 in der Barclay Card Arena Hamburg, hier der Bericht

KISS

Barclay Card Arena Hamburg

13.06.2022

Bereits um 19:30 Uhr erlosch das Licht der Barclay Card Arena an diesem denkwürdigen Abend das erste Mal, The New Roses dürfen den wohl letzten Abend von und mit Kiss eröffnen. Und dieses taten sie wie immer hervorragend, zum Anheizen gibt es aktuell kaum etwas Besseres als das Quartett aus Wiesbaden, so gaben sie in den Tagen vorher schon in München in der Kombination mit Saga und Foreigner (und waren für viele der heimliche Gewinner des Abends) Vollgas. Leider waren zum Start des Gigs noch lange nicht alle Plätze besetzt, dieses war gegen 20:45 Uhr komplett anders, rappelvoll war es, als das Hallenlicht zum zweiten und letzten Mal erlosch. Auf der großen Video-Wall konnte das Publikum den Einmarsch der Fab Four scheinbar live begleiten, der große schwarze Vorhang fiel und unter wie immer großen Einsatz von Pyrotechnik ließ sich die Band, während sie „Detroit Rock City“ performte, vom Hallendach abseilen. Gleich als zweites ließen Gene Simmons, Paul Stanley, Tommy Thayer und Eric Singer dann den ersten richtig großen Kracher „Shout It Out Loud“ auf die Fans los, die ihre Idole subjektiv betrachtet an diesem Abend noch ein wenig enthusiastischer feierten.

Eric Singer / Gene Simmons / Paul Stanley und Tommy Thayer

Auch waren an diesem Montag gefühlt noch ein wenig mehr Fans im Stil von Kiss geschminkt (hier hatte das Starchild-Motiv klar die Nase vorn) als bei den fünf vorherigen Auftritten der Band in der Hansestadt (Paul Stanley erwähnt dieses explizit). In den folgenden knapp zwei Stunden gab es dann das ganz große Kiss-Rundum-Sorglos-Paket mit Hits Hits und noch einmal Hits (u.a. „I Love It Loud“, „Lick It Up“, „100,000 Years“, „I Was Made For Lovin‘ You“, oder das abschließende „Rock and Roll All Nite“), dem blutspeienden Gene Simmons,

Genen Simmosn

den übers Publikum fliegenden Paul Stanley, das Drum-Solo von Eric Singer, ein auf der Hebebühne in luftiger Höhe spielender Gene Simmons (während er dort „God of Thunder“ performte) oder den mit seiner Gitarre feuerschießenden Tommy Thayer.

Paul Stanley

Und dann gab es natürlich Feuer und Pyro fast im Minutentakt, gäbe es nicht Rammstein, KISS würden immer noch an erster Stelle in dieser Disziplin stehen. Wie geschrieben war die Stimmung an diesen Abend außergewöhnlich, am meisten Gas gaben die Zuschauer beim größten Hit der Band, bei „I Was Made For Lovin‘ You“, welches Paul Stanley ebenso, wie immer bei Reden stimmlich leicht krächzend, ankündigte, um dann diesen Song auf einer Bühne inmitten der Fans zu singen.

Eric Singer

Und beim abschließenden „Rock and Roll All Nite“ gab es nicht nur Konfetti ohne Ende, es flossen bei vielen der Zuschauer die ein oder andere Träne übers geschminkte Gesicht, wissend, dass es wohl der letzte Abend dieser Glamrock-Superstars in Hamburg war …. oder vielleicht ja auch nicht, wie heiß es noch bei James Bond? Sag niemals nie!

Text & Fotos: Alexander Stock