Live

30 Jahre Hurricane Festival / Scheeßel

30 Jahre Hurricane – und der Eichenring wurde einmal mehr zum Treffpunkt für Musikfans aus ganz Deutschland. Bei sommerlichen Temperaturen und mit einem Line-up zwischen Punk, Rock, Alternative, Pop und Hip-Hop bot das Jubiläumsfestival drei Tage voller großer Live-Momente.

Der Freitag startete mit Acts wie Donots und The Offspring, bevor Yungblud das Festivalgelände endgültig auf Betriebstemperatur brachte. Der britische Sänger stürmte geradezu über die Bühne, sprang, tanzte und suchte immer wieder die Nähe zum Publikum. Seine Mischung aus Punk, Rock und Pop passte perfekt zum Hurricane und machte seinen Auftritt zu einem der energiegeladensten des Wochenendes. Zum Abschluss des ersten Tages übernahm Kraftklub – und verwandelte das Gelände mit ihren Songs in ein riesiges Mitsingkonzert.

Pic-Credit by Christoph Eisenmenger

Am Samstag wurde es zunächst nicht weniger abwechslungsreich. Nothing But Thieves, Alexisonfire und All Time Low sorgten für Gitarrenpower, bevor Papa Roach am Abend die Forest Stage übernahm. Sänger Jacoby Shaddix und seine Band ließen die große Nu-Metal-Zeit wieder aufleben. Zwischen druckvollen eigenen Hits und einer musikalischen Zeitreise durch das Genre wurde deutlich, wie gut dieser Sound auch 2026 noch funktioniert. Spätestens bei „Last Resort“ war das Publikum endgültig entfesselt. Anschließend sorgten Florence + The Machine für einen völlig anderen, atmosphärischen Höhepunkt, bevor Twenty One Pilots den Samstag mit ihrer Mischung aus Rock, Pop und Rap abschlossen.

Pic-Credit by Anna Vis

Der Sonntag begann mit Acts wie Skindred und Zebrahead und steigerte sich über A Day To Remember weiter. Den Schlusspunkt setzte Billy Talent. Die Kanadier lieferten zum Abschluss noch einmal die volle Ladung Punkrock und spielten ihr Erfolgsalbum „Billy Talent II“ zum 20-jährigen Jubiläum komplett. Nach drei Tagen Hitze, Staub und Musik war das ein ebenso nostalgischer wie energiegeladener Schlussakkord.

Text: Justine Stock

Foto Billy Talent: Anna Vis

Foto Yungblud: Christoph Eisenmenger