Ghost – „Impera“

Ghost

„Impera“

Spinefarm / Universal

Vier Jahre nach dem Über-Album „Prequelle“ kehrt Tobias Forge, alias Papa Emeritus IV mit „Impera“ zurück. Ja, ich weiß, diese Band polarisiert – auch bei uns in der Redaktion. Dennoch zollen auch die Kollegen, die mit Ghost nichts anfangen können, der Band dahingehend Respekt, dass sie sich durch stetiges Touren den Erfolg hart erarbeitet haben. Und mit „Impera“ beweist Forge ein weiteres Mal, dass er ein versierter Songwriter ist, der es schafft, all sein musikalischen Einflüsse mit harten Riffs zu verbinden und dadurch das Album vielseitig und spannend zu halten. Ob es jetzt die Beach Boys sind, die Ghost beeinflusst haben, oder Abba, Foreigner oder Metallica. Hier wird herumexperimentiert und ausprobiert. Ghost mag aussehen, als ob diese Band am Reißbrett konzipiert wurde, von der Musik kann man das nicht behaupten. Hier steckt Mastermind Forge all seine kreative Kraft hinein. Kein Song klingt gleich, und jeder Song entführt dich auf eine Reise durch die Musikgeschichte. Und dennoch wirkt es nie aufgesetzt oder fehl am Platz. Forge hat ein sehr feines Händchen für tolle Melodien. Die vorab veröffentlichten Singles ‚Call Me Little Sunshine‘ oder ‚Hunters Moon‘ wussten schon zu gefallen. Wer jedoch dachte, dass er mit diesen beiden Songs schon Bescheid wusste, wie das Album klingt, der wird eines Besseren belehrt. Hier gilt das gute Motto: „Welt aus – Musik an!“

(10/10 – PSJ)