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Kim Wilde – „Closer“: Rockig, poppig – einfach gut!

Kim Wilde

„Closer“

Cherry Red Records (Edel)

Die 1960 in Chiswick, West-London geborene Kim Smith, besser bekannt unter Kim Wilde, veröffentlichte seit dem selbst betiteltem Debüt-Album „Kim Wilde“ (1981) über ein Dutzend Studio-Alben und verkaufte gesamt über 30 Millionen Tonträger. Das erfolgreichste Album „Close“ (mit den Hits „You Came“, „Four Letter Word“ und „Never Trust A Stranger“) erblickte 1988 das Licht der Welt und erreichte Gold (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Schweden) und Platin-Status (Schweiz & UK). Nicht ganz 40 Jahre später erscheint am Ende Januar 2025 der „Nachfolger“, getauft auf den Namen „Closer“. Insgesamt fanden zehn neue Songs bei einer Gesamtlaufdauer von über 44 Minuten Platz auf dem Silberling. Stilistisch entführt Kim Wilde den Hörer zurück in „ihr“ Jahrzehnt, den achtziger, ohne jedoch dabei nur ansatzweise altbacken zu klingen. Wem damals ihr erster Superhit „Kids In America“ gefiel, der wird bei den ersten beiden Songs des Albums, „Midnight Train“ und vor allem „Scorpio“ seine helle Freude haben und diese lieben! Die nachfolgenden fünf Songs sind mehr oder weniger nur zum Niederknien, „Trail Of Destruction“ kommt elektronische, rockig, grandios aus den Boxen, Kim in Höchstform. Es folgt ein Duett mit einem der großartigsten Sänger der achtziger überhaupt, Midge Ure (Ultravox) gefolgt von einer traumhaft schönen Ballade namens „Lighthouse“. Es folgt das tanzbare „Love Is Love“, gefolgt von „Rocket To The Moon”, welches auch von Depeche Mode hätte stammen können. Danach kann das hohe Niveau nicht mehr ganz gehalten werden, mit „Stones And Bones“ und final „Savasana“ geht’s überraschend ruhig zu Ende. Fazit: Auch mit Mitte sechzig hat Kim Wilde noch lange nicht fertig, ganz im Gegenteil! Subjektiv betrachtet ist „Closer“ eines der stärksten Alben der Engländerin überhaupt, rockig, poppig, einfach gut! Als Anspiel-Tipps können die bereits erwähnten „Trail Of Destruction“, „Lighthouse“ und „Love Is Love“ genannt werden.

(8/10 – AS)