Wind Rose / Hammerfall / Powerwolf grandios in der ÖVB Arena Bremen
Am letzten Freitag im Jahr 2026 gaben sich drei Bands der Extraklasse ihr Stelldichein in der Hansestadt Bremen. Und da niemand geringeres als die italienischen Powermetaller von Windrose, die schwedische Heavy Metaller von Hammerfall und das Quintett von Powerwolf in die ÖVB-Arena in Bremen geladen hatten, war es wenig verwunderlich, dass diese Halle zwar nicht ausverkauftm jedoch richtig gut gefüllt war. Und da Emporkömmlinge von Wind Rose (das letzte Studioalbum „Trollslayer“ platzierte sich auf Rang 12 der deutschen Albumcharts) bereits gegen 18:20 Uhr die Bühne stürmten, war die Halle schon zu diesem recht frühen Zeitpunkt sehr gut gefüllt. Alle, die pünktlich waren, sollten dieses nicht bereuen, denn was der Fünfer um Sänger Francesco Cavalieri ablieferte, war aller Ehren wert: Sie hatten die Halle komplett im Griff, die Fans sangen aus Leibeskräften mit, klatschen und sprangen, wann immer sich die Gelegenheit bot. Highlights des 40-minütigen Auftritts waren „Trollslayer“, natürlich „Diggy Diggy Hole“ und „Rock and Stone“.

Nach einer halbstündigen Umbauphase starteten dann die Power/Heavy Metaller von Hammerfall mit „Avenge the Fallen“, „Heeding the Call“ und „Any Means Necessary“ mehr als superb in den Abend. Im Nu hatten sie die Halle hinter sich gebracht, die Fäuste wurden gen Himmel gereckt und die Fans mussten aufpassen, dass sie keine Nackenschmerzen vom Headbangen bekamen. Sänger Joacim Cans war gut bei Stimme, Oscar Dronjak, Gründer und Leadgitarrist performte & poste wie immer und auch der Rest der Band „hatte richtig Bock“ an diesem Abend. Weitere Highlights neben dem Eröffnungs-Dreier waren „Hammer Of Dawn“, „Last Man Standing“ und „We Make) Sweden Rock“. Und da sowohl Wind Rose als auch Hammerfall extrem gut ablieferten und die Messlatte für den Main-Act Powerwolf schon sehr hochgelegt hatten, stellten sich nicht wenige die Frage, „schaffen die Mannen um Sänger Attila Dorn es wirklich, diese hoch liegende Latte zu überspringen“? Um es vorwegzunehmen, sie schafften es, und wie!

Um 21 Uhr erlosch das Deckenlicht der großen Halle ein letztes Mal und Powerwolf eröffneten mit ordentlich Pyros und „Bless ’em With the Blade“ ihren zweistündigen Gig. Es folgte ein Konzert, der jedes Metal-Herz schneller hat schlagen lassen und wirklich Maßstäbe setzte. Es war eine rundherum gelungene Metal-Messe, bei der sowohl die Setlist als auch das Optische in Form von Pyros und Feuer komplett überzeugten, Darüber hinaus war auch die Band (trotz kurzfristigen Wechsels an der Gitarre) auf dem Punkt und ständig auf der Bühne aktiv und unterwegs. Und über die Stimme von Attila Dorn braucht man eh keine Lobeshymnen mehr schreiben, Outstanding! Subjective Highlights der zwei Stunden waren „Army of the Night”, „Demons Are a Girl’s Best Friend”, „Joan of Arc”, „We Drink Your Blood” und das abschließende „Werewolves of Armenia”! Wenn man nach der Nadel im Heuhaufens suchen möchte, dann sind es eventuell die immer wiederholten Anfeuerungen Atilas in Richtung Publikum, immer wieder und laut Lärm zu machen. Ab und an passt es, aber wenn es dann mehr als gefühlt zwanzigmal ist, dann wäre eventuell ein Song mehr auf der Setlist auch eine gute Alternative. Ansonsten kann man es nicht besser als ein Fan nach dem Konzert beschreiben: Geile Show!!! Geile Bühnenbilder! Alle drei Bands waren mega cool und alle haben mit uns agiert! Man fühlte sich dabei, obwohl man im Rang saß, man hörte alles, verstand alles und sah alles!

Text: Alexander Stock
Fotos Wind Rose & Hammerfall: Alexander Stock
Fotos Powerwolf: Vollvincent / Vincent de Fallois
