Hammerfall – „Hammer Of Dawn“

Hammerfall

„Hammer Of Dawn“

Napalm Records (Universal Music)

Das Quintett von Hammerfall gilt nicht ganz zu Unrecht als Stabilisator des Heavy Metal Mitte der neunziger Jahre.  Denn zu diesem Zeitpunkt darbte das gesamte Genre unter dem Einfluss der Grunge-Welle doch sehr dahin. Diese Tristesse wurde mit der Veröffentlichung des Erstlings-Werkes „Glory To The Brave“ durchbrochen. Dieses ist nun unglaubliche 25 Jahre her, kein Grund für die Schweden um Sänger Joacim Cans und Gitarrero Oscar Dronjak, nur einen Funken an Enthusiasmus zu verlieren. Und so reit sich auch Album Nummer zwölf, getauft auf den Namen „Hammer Of Dawn“, nahtlos in die Liste der wirklich starken Longplayer ein. Insgesamt bohren sich gleich beim ersten Durchlauf die zehn Songs bei einer Spielzeit von fast 46 Minuten in die Gehörgänge des Metalheads. Stilistisch ändern die Schweden nicht wirklich etwas, der auf „Dominion“ (VÖ: 2019) wiedergefundene Erfolgsweg wird weitergeführt, melodischer Power/Nu-Metal mit hymnischen Refrains, druckvoll produziert und mal wieder grandios von Mr. Cans interpretiert. Wer sich davon überzeugen will, der wird gerade am Anfang des neuen Silberlings hervorragend bedient, Songs wie „Brotherhood“, der Titeltrack „Hammer Of Dawn“ „No Son Of Odin“ oder „Too Old To Die Young“ schreien schon jetzt nach einer Live-Performance. Und da mit „Reveries“ (mit ordentlich viel nananaaaaas), neben der obligatorischen Ballade („Not Today“) auch ein Titel gereicht wird, der nicht auf jedem Album Hammerfalls enthalten ist, kann das Album tatsächlich als abwechslungsreich bezeichnet werden. Aber wie immer gilt: Wo Hammerfall draufsteht, ist auch Hammerfall drin!

(8/10 – AS)

HAMMERFALL – Brotherhood (Official Video) | Napalm Records – YouTube