Tears for Fears – „The Tipping Point”

Tears for Fears

„The Tipping Point”

Concord Records (Universal Music)

Sie sind ohne Wenn und Aber Ikonen der achtziger Jahre, verkauften in diesem Jahrzehnt den Großteil ihrer mittlerweile fast 20 Millionen Tonträger: Tears for Fears. Gerade die ersten drei Alben, „The Hurting“ (1983 mit Hits wie „Mad World“ oder Pale Shelter“), „Songs From The Big Chair (1985, mit Hits wie „Shout“, „Everybody Wants to Rule the World” oder “Head Over Heels”) und “The Seeds of Love” (1989, mit den Single-Hits „Sowing the Seeds of Love“ und “ Woman in Chains „´) machten Tears for Fears zu einen der erfolgreichsten Bands dieser Zeit. Danach gingen die Bandmitglieder ihre eigenen Wege, einzig Gitarrist und Sänger Roland Orzabal hielt die Bandflagge weiter fest in der Hand und verbuchte mit dem Album „Element“ und der Single „Break It Down Again“ noch einen Achtungserfolg. Im Jahr 2004 kehrte Bassist, Sänger und Gründungsmitglied Curt Smith zurück ins Boot und die Band feierte mit „Everybody Loves a Happy Ending“ ihr Comeback. Nach 18 langen Jahren des Wartens erscheint Ende Februar 2022 nun endlich der Nachfolger, getauft auf den Namen „The Tipping Point”. Gefüllt wurde der Silberling mit insgesamt zehn Songs bei einer Gesamtspielzeit von über 42 Minuten. Ruhiger ist das Duo geworden, leicht melancholisch treiben die Songs wohltuend nach und nach in des Hörers Ohr. Dieses ist nachvollziehbar, denn das Pop-Rock-Duo verarbeitet auf „The Tipping Point” wirklich schwierige Zeiten, die sie durchlaufen sind. Da war der Verlust der erste Frau Orzabals, seine eigene Krankheit und last but not least hielt das ehemalige Management der Band sie zwischenzeitlich davon ab, überhaupt eine Platte zu machen. Gut, dass die beiden Protagonisten sich davon nicht haben beirren lassen, denn spätestens beim zweiten Durchlauf des neuen Longplayers entfalten die Songs ihr wahres Ich! Dieses beginnt beim Titeltrack, geht weiter mit dem poppigen „Break The Man“, über die Midtemponummer „Master Plan“ bis hin zur Ballade „River Of Mercy“. Highlights vom neuen Werk sind aber die Uptempo-Nummern „My Demons“ und „End Of Night“, die beide das Potenzial haben, Hits vom Schlage Shout“ oder „Everybody Wants to Rule the World“ zumindest das Wasser zu reichen.

(7,5/10 – AS)