Virocracy – „Ecophagia“

Virocracy

“Ecophagia“

Apostasy Records

Nach ihrem viel beachteten Debüt „Irradiation“ aus dem Jahr 2020 legen die Stuttgarter Death Metaller nun mit „Ecophagia“ ein neun Song starkes Konzeptalbum vor. Die dystopische Story hat nicht nur Hand und Fuß, sondern passt großartig zum musikalischen Auftreten: Hässlich, brutal und Lebens verachtend geht es auf dem neuen Longplayer zur Sache. Gleich drei Gitarren sorgen für ein Riff Massaker der schnellen Sorte. Stampfende Bass-Linien und ein präzises Drumming auf technisch hohem Niveau machen „Ecophagia“ zu einem Must Have in jeder Sammlung. Über allem thront der unmenschliche Gesang von Sängerin Anika ov Moseberg. Anders als viele ihrer Kolleginnen aus der extremen Sparte schafft es Anika, eine maskuline Attitude zu vermitteln, die gerade im Death Metal ungemein wichtig ist, um Authenzität beim Zuhörer zu erzeugen. Und diese Aufgabe meistert die Frontfrau mit Bravour! Tiefe Growls, unbarmherzige Schreie und viele Töne dazwischen machen den Charme dieser druckvollen Produktion aus. Zudem beweist die Band musikalisches Verständnis und technisches Know-How in ihren Kompositionen. Aufwendige Arrangements lassen niemals Langeweile aufkommen. Songs wie „Bruteus Alpha“, „Devolution“ oder das siebenminütige „Ecophagy“ mit seinen treibenden Riffs gehören zu den Songs, die es hoffentlich auch auf die Bretter der Bühnen schaffen, die Virocracy demnächst sicherlich zahlreich spielen werden. Eine großartige, neun Song starke Produktion aus Deutschland, die fette 8,5 unbedingt verdient hat.

(8,5 / 10 – WS)