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Icon Of Sin – „Legends“

Icon Of Sin

„Legends“

Frontiers Records / Soulfood

Zwei Jahre nach dem selbst betitelten Debütalbum kommen die Newcomer Icon Of Sin aus Brasilien mit dem Zweitwerk „Legends“ zurück und überraschen mich mit einem sehr Power-Metal-lastigen Artwork. Icon Of Sin ist eigentlich YouTube Sänger Raphael Mendes, welcher wohl von Frontiers Chef Serafino Perugino eben dort entdeckt wurde und unter dessen Fittiche genommen wurde. Mit einer Band aus Musikern von unter anderem Semblant und Landfall (auch alle bei Frontiers) und anscheinend selbst geschriebenen Liedern, kann die Truppe auch 2023 überzeugen. Natürlich hat das Label die Superröhre Mendes auf diversen Alben als Gastsänger untergebracht (unter anderem Magnus Karlsson’s Free Fall, Timo Tolkki’s Avalon), was sicherlich für die Bekanntheit was bringt. Das Problem, was ich sehe, ist die fehlende stimmliche Eigenständigkeit, ist die Tatsache, dass Raphael Mendes einer dieser toll singenden Bruce Dickinson Klone ist. Dem neuen Album „Legends“ (elf Songs, über 54 Minuten Gesamtlaufzeit) muss ich allerdings zugutehalten, dass die Musik mehr nach Metal und Hard Rock, weniger nach Iron Maiden tönt! Da machen die Kollegen Stray Gods oder Attic Demons schon dreister. Die neuen Songs haben alle Hand und Fuß, sind sehr basisch rocken und nicht von Keys. Mit Texten über Batman, Piraten, Barbaren, Herr der Ringe und Wölfe gibt sich Icon Of Sin textlich gekonnt dem Fantasy Sektor hin und hat am Ende eine recht runde Scheibe eingespielt, welche Anfang August 2023 das Licht der Welt erblickt! Wer hereinhorchen möchte, „Cimmerian“, „In The Mouth Of Madness”, “Clouds Over Gotham Pt.2 – The Arkham Knight” oder “Terror Games” eignen sich hervorragend ….

(8/10-TD)