Live

Slash LIVE in der Alsterdorfer Sporthalle Hamburg

Slash feat. Myles Kennedy & the Conspirators

Alsterdorfer Sporthalle Hamburg

11. April 2024

Nachdem Wolfgang van Halen mit seiner Mammoth WVH den Donnerstag-Abend mit einem knapp halbstündigen Set bereits fantastisch eröffnete und die knapp 4500 Fans in der Sporthalle Hamburg schon ordentlich in Wallung brachte, erlosch gegen 20:45 Uhr ein zweites Mal das Deckenlicht und Saul Hudson, besser bekannt als Slash, erklomm incl. Band die Bühne um mit seinem aktuellen Radio-Rock-Ohrwurm „The River Is Rising“ fulminant in einen zweistündigen Abend zu starten. Die Bühne ist sympathisch spartanisch eingerichtet, kein technischer Firlefanz, keine Lasershow und auch keine Pyros -oder Feuersalven wurden aufgefahren, an diesen Abend drehte es sich nur um eines, um die Musik.

Und diese war exzellent, das Zusammenspiel zwischen dem Saitenhexer mit Zylinder und den Conspirators (Bassist Todd Kerns spielte nicht nur sein Instrument, sondern sang auch die das Lenny Kravitz Cover „Always On The Run“ und die Songs „Bad Apples“ (Guns N’ Roses Cover) und „Doctor Alibi“) passte wie immer hervorragend und Sänger Myles Kennedy performt eh in seiner eigenen Liga.

Myles Kennedy

Das Slash selbst nicht der größte Redner bei seinen Konzerten ist, geschenkt, dafür begeistert der Mann mit der Gibson in der Hand musikalisch umso mehr, besonders seine Spielfreude bei den ausgiebigen Solos bei „Wicked Stone“, „World on Fire“ und dem abschließenden „Anastasia“ begeisterte nicht nur die volle Halle, sondern auch Slashs Lebensgefährtin Meegan Hodges, die während des gesamten Konzertes seitlich auf der Bühne saß.

Entgegen seinem Auftritt von 2015 wurden außer dem eher unbekannten „Bad Apples“ keine weiteren Songs seiner Stammband performt, weder „Welcome To The Jungle, noch „Paradise City“. Aber dieses störte nicht wirklich, ebenso wenig wie der Elton John Klassiker „Rocket Man“, einem Song, den wohl die wenigsten in der Setlist von Slash erwartet hätten. Alles in allem ein großartiger Abend mit allem, was das Rock’n’Roll-Herz sich wünscht.

Text & Foto-Credits: Alexander Stock