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Filter – „The Algorithm“

Filter

„The Algorithm“

Golden Robot Records (Membran)

Sie feiern in diesem Jahr ihr bereits dreißigjähriges Bestehen, was eignet sich dabei nicht besser, als ein neues Album herauszubringen? Sieben lange Jahre nach „Crazy Eyes“ veröffentlichen FILTER nun ihr neues Werk, getauft auf den Namen „The Algorithm“. Insgesamt suchen sich elf neue Songs bei einer Gesamtspielzeit von über 43 Minuten den Weg in die Ohren der Fans. Auch auf Album Nummer acht der Band-Historie hat Sänger und Mastermind Richard Patrick nichts von seiner Aura verloren, der Unterschied zu den beiden grandiosen Erstlingswerken „Short Bus“ und „Title Of Record“ ist, dass er im Jahr dreißig nach Bandgründung nicht mehr seinen Hass und seine Angst von der Seele schreit, sondern doch ein Ticken gemäßigter aus den Boxen kommt, ohne jedoch an der ein oder anderen Stelle an Wucht zu verlieren. Subjektive Highlights und auch als Anspiel-Tipps zu nennen sind „Obliteration“, dass doch Mainstream ausgefallene „Face Down“, das elektronisch angehauchte „Be Careful What You Wish For“, das eher ruhige „Burn Out The Sun“ und das abschließende, mehr als grandiose „Command Z“. Alles in allem ein wirklich tolles neues Album, dem einzig so ein rotziger Song wie „Welcome To The Fold“ fehlt.

(8-10 / AS)